Lern- und Lehrkonzept – Die besondere Didaktik an der Karlshochschule

Den Seminarraum in einen fiktiven Planraum verwandeln, in den Play Space, oder im Planspiel einen eigenen Freizeitpark kreieren, in einer Gruppe mit bunten Kärtchen  Marketing-Ideen entwicklen, schon  im ersten Semester Menschen auf der Straße interviewen oder in Verhandlungen beobachten. Selber vor und hinter der Kamera stehen oder mit den ganzen Studiengang im "Backstage" bei BMW, Adidas oder Vitra verbringen …

Die Karlshochschule macht's möglich – denn das Studium ist konstruktivistisch geprägt. Hier gehen wir davon aus, dass sich Wissen am besten dann aufbauen und vertiefen lässt, wenn es buchstäblich gelebt und erlebt werden kann, z.B. aufgrund praxisbezogener Lernkonzepte, wie Planspiele, aktuelle Case Studies, Blended Learning, Exkursionen oder Praxisvorträge von spannenden Referenten aus Wirtschaft, Kultur oder Politik.


In Vorlesungen wird eben nicht "vorgelesen" sondern vermittelt. Das vermittelte Wissen ist vor allem ein Orientierungswissen, das durch eigene Aktivitäten selbst erweiter und ausbaut wird.

Die sechs Semester lassen sich in drei Ebenen unterteilen, die jeweils für einen persönlichen Entwicklungsschritt stehen:

Ganz am Anfang steht die Orientierung in einer, für die meisten Studierenden völlig neuen Umgebung – also dem noch ungewohnten Leben und Arbeiten an einer Hochschule. Dies ist die Ebene der Instruktion, auf der die Studierenden lernen, in einer fremden Umgebung souverän zu agieren, neue Rollen ins Repertoire aufzunehmen, Ziele zu definieren und zu verfolgen.

Im zweiten Jahr geht es vor allem um die Anwendung (Konstruktion) des Erlernten. Hier steht der kreative und konstruktive Umgang mit dem erlernten Wissen und dem Verständnis meiner eigenen Persönlichkeit im Vordergrund. So tragen die Studierenden während der Projektphasen volle Verantwortung für das Gelingen der Teamarbeit und bewähren sich in der Rolle des Machers. Während des Auslandsaufenthalts hinterfrage und konstruieren sie ihre Rolle auf ungewohntem Terrain neu und gewinnen an Souveränität und Offenheit hinzu. Mit der Rückkehr nach Deutschland erleben sie dann einen erneuten Moment des Staunens, wenn die so vertraute Umgebung auf einmal wieder eine ganz neu erscheint und sie gerade hier merken, wie sehr sie der Aufenthalt im Ausland verändert hat.

Gegen Ende des Studiums rückt die Reflexion in den Mittelpunkt. Hier können all die Erfahrungen, das Wissen und die Fertigkeiten, die  im Verlauf des Studiums angeeignet wurden, ausgespielt werden. Denn die Studierenden haben gelernt, Unsicherheiten auszuhalten, sich in fremden Kulturen sicher zu bewegen, und Ziele und Visionen klar zu vermitteln. Und was noch viel wichtiger ist: Am Ende des Studiums wird klar, das Lernen hat eigentlich erst angefangen. 

Das didaktische Konzept

Einblicke ins Studium

Tillman Wiegand

Tillman Wiegand, Künstlerischer Betriebsdirektor RuhrTriennale Festival of Arts

"An der Karlshochschule durfte ich erleben, dass das offene und kommunikative Lehrkonzept das Interesse und die Diskutierfreudigkeit der Studierenden besonders fördert. Sie setzen sich mit den Lehrinhalten und dem aktuellen Kulturmarkt kritisch auseinander und sind so für die großen Herausforderungen die auf die zukünftigen Manager von Kunst und Kultur zukommen bestens gerüstet."