Ich glaube, man kann jede Organisation – ob wirtschaftlicher oder sozialer Natur – als einen Spielplatz der Inszenierungen begreifen, der durch dynamische Rollen- und Perspektivenwechsel geprägt ist. Ich stelle mir vor, dass sich an der Karlshochschule mit diesem Themenfeld auseinandergesetzt wird. Dabei wird untersucht, welche bewussten und unbewussten Darstellungsformen und Wandlungsfähigkeiten es in Organisationen gibt und wie diese inszeniert werden. Die Fragen, die dabei im Mittelpunkt stehen, lauten u. a.: Welche Implikationen ergeben sich aus den verschiedenen Formen der Inszenierung für die Managementtheorie und -praxis? Wie lassen sich Inszenierungen des organisationalen Alltags beobachten, beschreiben und bewerten? Wie lässt sich Rationalität konstruieren? Wie werden kalkulatorische Wirklichkeiten geschaffen? Und: Mit welchen Methoden wird unternehmerische Performanz erzielt?

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