Wofür stehen wir?

Wir gehen von dem Bildungsideal eines vielseitig interessierten und gebildeten jungen Menschen aus, der

  • zur Übernahme von Verantwortung bereit ist,
  • Führung als Dienst an seinen Mitmenschen und der Gesellschaft begreift,
  • fähig ist zum Perspektivenwechsel und zum Hinterfragen der jeweils eigenen Wirklichkeitskonstruktion,
  • in der Lage ist, auf der Basis fundierten Fachwissens und einer guten akademischen Ausbildung auch "hinter die Kulissen" des scheinbar Selbstverständlichen zu blicken,
  • willens ist, innere und äußere Grenzen zu überschreiten und sich auf Neues und Fremdes einzulassen

und damit im Sinne lebenslangen Lernens die Fähigkeit zur eigenständigen Entwicklung seiner Persönlichkeit erworben hat.

Wir gehen aus von dem Ideal eines Hochschullehrers aus Berufung, der

  • an dieser Entwicklung (auch über den Abschluss des Studiums hinaus) Anteil nimmt, sie fördert und fordert,
  • Lust hat auf Leistung und exzellente Lehre und dies auch den Studierenden vermittelt,
  • die Hochschule weniger als Ort der Instruktion und mehr als Raum zur Ermöglichung eigener Lernerfahrungen und Kompetenzentwicklung begreift,
  • "neu"-gierig und am interdisziplinären Austausch mit seinen Kollegen und interdisziplinärer Forschung interessiert ist,
  • Freude an Innovation und Experiment hat und
  • bereit ist, die didaktische und methodische Herausforderung der Weitergabe von Erfahrung und Wissen als gemeinsame Wirklichkeitskonstruktion zwischen Lehrer und Lernendem und zugleich als Möglichkeit seiner eigenen Weiterentwicklung zu begreifen.

Wir gehen aus von dem Ideal einer Hochschule, die

  • sich – im Wortsinne – als Dienstleister gegenüber den Studierenden, der Wirtschaft und der Gesellschaft begreift,
  • die durch ihre Wettbewerbsorientierung seismographisch Entwicklungen und Trends erspürt und
  • in Forschung und Lehre integriert und die damit zum Marktplatz wird zwischen den Bedürfnissen der Nachfrager nach Bildung und den Bedürfnissen der Nachfrager nach qualifizierten Mitarbeitern.

Ausrichtung der Lehre

Qualifikationsziele, Inhalte und Lehr- und Lernmethoden sind aufeinander abgestimmt und eröffnen als integrale Bestandteile einer didaktischen Konzeption den Studierenden die Möglichkeit, als Persönlichkeit in ihrem Beruf und in der Gesellschaft (Führungs-)Verantwortung auf akademischem Niveau zu übernehmen. Dazu trägt bei, dass die Lehrenden über die Vermittlung von Wissen und Können hinaus die Studierenden betreuen, sich ihrer Verantwortung für die Entwicklungschancen der Studierenden bewusst sind und sich als Teil einer Gemeinschaft von Lernenden und Lehrenden verstehen.

Unsere Didaktik ist geprägt vom Dreiklang von Instruktion, Konstruktion und Reflektion in den einzelnen Modulen und Lerneinheiten. Den Studierenden soll auf einer konzentrierten und fundierten Wissensgrundlage mit Hilfe von selbstgesteuertem, entdeckendem und spielerischem Lernen die Möglichkeit zu eigenen Lernerfahrungen, zur Vernetzung ihres Wissens und Könnens mit Vorwissen und Vorerfahrungen und zum Aufbau eines eigenen Qualifikations- und Kompetenzprofils gegeben werden. Sie sollen befähigt werden, ihre eigenen Erfahrungen und Sichtweisen mit denen Anderer zu vergleichen und kritisch zu hinterfragen.

Die Fähigkeit zum Perspektivenwechsel ist ein wichtiges Ausbildungsziel unserer Hochschule. Dieses Ziel wird durch die interdisziplinäre Ausrichtung gefördert. Lerninhalte sollen aus unterschiedlichen disziplinären Gesichtspunkten und, wenn möglich, in der Interaktion und im Diskurs von Vertretern unterschiedlicher Disziplinen vermittelt werden. Die disziplinäre Diversität des Kollegiums ist ein bewusst herbeigeführter Vorteil. Die Konzeption integrativer Module mit einheitlicher Modulprüfung erfordert und fördert den engen interdisziplinären Austausch.

Wir verfolgen das strategische Ziel einer möglichst weitgehenden Integration von Theorie und Praxis durch Kooperationen mit der Wirtschaft. Die starke Praxisorientierung ist mit der Rolle der Industrie- und Handelskammer Karlsruhe als Mitgesellschafter und der Besetzung der Gremien mit Vertretern der Wirtschaft unterlegt. Für die Zukunft streben wir an, die Fülle bilateraler und informeller Kooperationen weiter zu institutionalisieren und im Rahmen von Forschungskooperationen mit Partnerunternehmen auch verstärkt Drittmittel einzuwerben.

Wir zeichnen uns dadurch aus, dass die Persönlichkeitsentwicklung der Studierenden – nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt der Führungsfähigkeit – eine zentrale Rolle spielt. Elemente der Persönlichkeitsentwicklung und der Erwerb von Schlüsselkompetenzen sollen in allen Curricula integraler Bestandteil sein. Dabei verfolgen wir das strategische Ziel, unsere Produkte, Programme und Betreuungsangebote soweit zu individualisieren, dass die Studierenden lerntypgerecht angesprochen werden, ihre unterschiedlichen Talente entfalten können und ihre Persönlichkeit bestmöglich entwickeln. Moderne Unterrichtsformen, wie e-Learning und Blended Learning, sollen im Sinne einer Individualisierungsstrategie genutzt werden.

Unser akademisches Profil

Unser akademisches Profil ist geprägt von dem Erkenntnisinteresse an wirtschaftlichem und unternehmerischem Handeln. Wir gehen davon aus, dass wirtschaftliche Realität durch Zuschreibung, Interpretation und Aushandeln von Sinn und Bedeutung seitens der Handelnden konstruiert und inszeniert wird und wirtschaftliche Interaktion kulturell und sozial überformt ist. Neben quantitativer Forschung haben qualitative Forschungsmethoden einen besonderen Stellenwert. In diesem Sinne verfolgen wir einen interpretativen Ansatz der Wirtschaftswissenschaften.

Dieser Ansatz ist in den letzten Jahrzehnten zu einem innovativen und Erfolg versprechenden wirtschaftswissenschaftlichen Zweig geworden, insofern er die Gegenstände verschiedener Teildisziplinen der Wirtschaftswissenschaften aus einer neuen Perspektive betrachtet. Hierbei greift die Wirtschaftswissenschaft auf sozialwissenschaftlich inspirierte Gedankenmodelle, etwa aus der (Mikro-)Soziologie, der Kulturanthropologie und den Sprach- und Kommunikationswissenschaften zurück und schafft ein neues Verständnis von Wirtschaft und Gesellschaft.

Wir qualifizieren junge Menschen für die Übernahme von Management- und Führungsfunktionen in Wirtschaft und Gesellschaft. Dazu gehört neben kognitivtheoretischem Wissen ("rules") und Verfügungswissen ("tools") auch Orientierungswissen. Orientierungswissen ist ein Wissen um ethisch gerechtfertigte Zwecke und Ziele. Orientierungswissen entsteht in der Konstruktion von Sinn. Orientierungswissen bedeutet Kultur, reflektiertes Leben. In diesem Sinne sind wir geprägt von einer kulturwissenschaftlichen und konstruktivistischen Ausrichtung.

Wir bekennen uns zu den Grundsätzen der akademischen Selbstverwaltung und einem partizipativen Miteinander aller am Hochschulleben Beteiligter. Wir sind uns als akademische Einrichtung und als Teil der wissenschaftlichen Gemeinschaft unserer Verantwortung für den Transfer der (angewandten) Forschung in Lehre und Praxis und für die Einhaltung wissenschaftlicher Standards bewusst. Dabei sind wir bereit zu Profilbildung und Schwerpunktsetzung im Sinne einer qualitätsorientierten weiteren Entwicklung der Hochschule und im Sinne ihrer Stakeholder.

Markt & Gesellschaft

Wir verstehen uns als eine internationale Einrichtung mit interkultureller Ausprägung. In unserer Internationalisierungsstrategie konzentrieren wir uns auf Mittel- und Osteuropa, die arabischen Länder, Südostasien, Lateinamerika und die angelsächsischen Länder. Wir bieten die Sprachen dieser Regionen als zweite (englisch: erste) Fremdsprache an und organisieren englischsprachige Studiengänge und Studiengänge mit obligatorischem Auslandsaufenthalt. Wir streben Partnerschaften mit vergleichbaren Hochschulen im Ausland zum Studierenden- und Dozentenaustausch und zur Zusammenarbeit im Forschungsbereich an. Wir sind bestrebt, den Anteil ausländischer Professoren und Gastprofessoren und ausländischer Studierender kontinuierlich zu erhöhen. Wir werden die Betreuung und Integration ausländischer Studierender vorantreiben.

Wir sehen uns bei der Wahrnehmung unserer Aufgaben in Lehre, Studium und Forschung in einer besonderen Verantwortung gegenüber unserer Stadt, der Region und dem Land Baden-Württemberg sowie den hier lebenden Menschen und wirtschaftenden Unternehmen. Wir suchen die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit allen gesellschaftlichen Gruppierungen, Unternehmen und anderen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen.

Wir wollen unseren Beitrag zur Beziehungsfähigkeit der Hochschule und zur regionalen, nationalen und internationalen Vernetzung leisten.

Wir stehen als gemeinnütziges Stiftungsunternehmen im Wettbewerb mit anderen Hochschulen um die besten Talente, Ideen und Aufgaben. Wir richten uns mit unseren Leistungen und Programmen sowohl an die Nachfrager nach Bildung und Ausbildung als auch an Unternehmen und Institutionen. Um uns als staatlich anerkannte Hochschule in privater Trägerschaft an der Schnittstelle von Bildungs- und Arbeitsmarkt zu behaupten und durchzusetzen, streben wir in unseren Leistungsbereichen eine dauerhaft hohe und stetig zu verbessernde Qualität an.

Wir sind der Marktnähe verpflichtet. Bei der Entwicklung neuer Studiengänge konzentrieren wir uns schwerpunktmäßig auf zukunftsträchtige Branchen und Bereiche mit einem hohen Bedarf an akademischer Professionalisierung. Wir überprüfen regelmäßig unter Beteiligung von Studierenden und Wirtschaftsvertretern unsere Curricula auf einen sich wandelnden Bedarf am Bildungs- oder Arbeitsmarkt. Dabei streben wir einen hohen Grad an Innovation in unseren Programmen an und machen das Thema "Change und Innovation" zum Gegenstand der Ausbildung.

Wir orientieren uns bei unseren Angeboten und Zielgruppen an dem Konzept "Lebenslanges Lernen". Dies bedeutet einerseits, dass wir Angebote bereits für begabte Schüler machen, und andererseits, dass wir unsere Absolventen und Dritte über den ersten Hochschulabschluss hinaus (möglichst) dauerhaft begleiten und coachen.

Wie arbeiten wir zusammen?

Wir lassen uns von den Grundsätzen der Ergebnisorientierung, der Kundenzufriedenheit, der zielorientierten Führung, des kontinuierlichen Lernens, der Innovation und stetigen Verbesserung und dem Bekenntnis zur gesellschaftlichen Verantwortung der Hochschule leiten. Die Führung der Hochschule ist diesen Grundsätzen verpflichtet. Sie versteht sich als Dienstleister zur Unterstützung der Hochschulmitglieder im Rahmen der Erfüllung von deren Kernaufgaben in Forschung, Lehre, Studium, Weiterbildung und Verwaltung und bedarf zu ihrer Legitimation der Akzeptanz der Geführten.

Jede Führungskraft der Hochschule wird in ihrem Verhalten und ihren Entscheidungen an den Maßstäben Klarheit und Konsequenz, Respekt und Fairness, Augenmaß und Nachvollziehbarkeit gemessen. Jede Führungskraft soll wertschätzendes Feedback erfragen und geben, bereit sein zu Kritik und Selbstkritik und aktiv und kontinuierlich an der Verbesserung ihrer eigenen Führungskompetenz arbeiten. Wir delegieren Aufgaben und lassen uns von dem Grundsatz der Einheit von Aufgabe, Kompetenz und Verantwortung leiten: Wer eine Aufgabe hat, hat dafür die Entscheidungskompetenz und trägt die Verantwortung. Wir kennen die Ziele der Hochschule und wissen, wie wir individuell, im Team und als Teil der Hochschule zur Zielerreichung und zur kontinuierlichen Verbesserung beitragen können.