Finanzierung

Die Karlshochschule bietet mir viele Vorteile: kleine Lerngruppen mit entsprechend hohem Lernerfolg, moderne technische Ausrüstung oder das persönliche Verhältnis zwischen Professoren und Studierenden – um nur einige zu nennen. Möglich macht dies die Finanzierung aus Studiengebühren. Für Bachelor- und Gast-Studierende betragen diese derzeit 690,- Euro monatlich.

Wenn ich als Austauschstudierender einer Partnerhochschule für ein Semester an der Karlshochschule studiere, werde ich von der Zahlung der Studiengebühren befreit.

Für Karlshochschüler, die ein Semester im Ausland verbringen wollen, stehen – abhängig von Region und Dauer – verschiedene Stipendienmöglichkeiten zur Verfügung. Alle Infos hierzu erhalte ich in den Infoboxen zu ERASMUS, PROMOS und dem Baden-Württemberg Stipendium.

Erasmus+ Programm

1. Programmüberblick

Erasmus+ ist das Programm für Bildung, Jugend und Sport der Europäischen Union. In Erasmus+ werden die bisherigen EU-Programme für lebenslanges Lernen, Jugend und Sport sowie die europäischen Kooperationsprogramme im Hochschulbereich zusammengefasst. Das Programm enthält drei Leitaktionen:

  • Leitaktion 1 – Lernmobilität von Einzelpersonen
  • Leitaktion 2 – Zusammenarbeit zur Förderung von Innovation und zum Austausch von bewährten Verfahren
  • Leitaktion 3 – Unterstützung politischer Reformen

Erasmus+ ist mit einem Budget in Höhe von rund 14,8 Mrd. Euro ausgestattet. Mehr als vier Millionen Menschen werden bis 2020 von den EU-Mitteln profitieren. Das auf sieben Jahre ausgelegte Programm soll Kompetenzen und Beschäftigungsfähigkeit verbessern und die Modernisierung der Systeme der allgemeinen und beruflichen Bildung und der Kinder- und Jugendhilfe voranbringen. Informationen zum Erasmus+ sind auf der Webseite der Europäischen Kommission zu finden.

Mit den Fördermitteln wird vor allem die Mobilität in Europa und voraussichtlich ab 2015 in geringerem Umfang auch mit anderen Teilen der Welt gestärkt. Bis zum Jahr 2020 sollen rund zwei Millionen Studierende von Erasmus+ profitieren, darunter über eine Viertelmillion aus Deutschland. Einbezogen werden dabei Studierende in allen Studienzyklen bis einschließlich der Promotion, die ein Teilstudium oder Praktikum im Ausland absolvieren möchten. Erstmals können die Studierenden dabei im Bachelor, Master und Doktorat jeweils bis zu 12 Monate gefördert werden. Um den finanziellen Anreiz für einen Auslandsaufenthalt zu erhöhen, wird zudem der monatliche Mobilitätszuschuss für die Studierenden angehoben, insbesondere für Gastländer mit höheren Lebenshaltungskosten. Praktika im Ausland sind künftig auch nach Studienabschluss möglich. Schließlich bietet Erasmus+ Studierenden, die ein ganzes Master-Studium in Europa absolvieren möchten, die Möglichkeit, dafür ein zinsgünstiges Darlehen aufzunehmen. Die bisherige Exzellenz-Förderung von Erasmus Mundus, die das ganze Master-Studium von hervorragenden Studierenden in ausgewählten europäischen Masterprogrammen mit gemeinsamem Abschluss unterstützt, wird unter Erasmus+ fortgesetzt.

Erasmus+ trägt zudem zur weiteren Internationalisierung der Hochschulen mit der Förderung von Kurzzeitdozenturen und Weiterbildungsaufenthalten für das Lehr- bzw. Verwaltungspersonal bei. Weiterhin können die Hochschulen Unternehmenspersonal aus dem Ausland zu Lehraufenthalten einladen und sich nun außerdem mit anderen europäischen Partnern (auch aus dem nicht-akademischen Bereich) an multilateralen Strategischen Partnerschaften beteiligen und gemeinsam innovative Projekte entwickeln (z.B. im Bereich der Curriculum-Entwicklung oder zu bildungsbereichsübergreifenden Themen). Für die Zusammenarbeit mit der Wirtschaft bietet Erasmus+ Förderung in den neuen Wissensallianzen an. Hochschulen, die sich im Bereich des Kapazitätenaufbaus in Drittländern engagieren wollen, können dies in den internationalen Hochschulpartnerschaften des Programms tun.

Die Fördermittel für die meisten Mobilitätsmaßnahmen und die Strategischen Partnerschaften werden in den 33 Programmländern (28 EU-Länder, Island, Liechtenstein, FYR Mazedonien, Norwegen, Türkei) von den Nationalen Agenturen vergeben. In Deutschland nimmt diese Aufgabe wie bisher der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) wahr.

Unter dem Dach des EU-Bildungsprogramms Erasmus+ werden folgende Mobilitätsmaßnahmen gefördert:

  • Auslandsstudium für Studierende (SMS)
  • Auslandspraktikum für Studierende (SMP)
  • Mobilität von Lehrenden (STA)
  • Mobilität von Personal (STT)

 

1.1 ECHE/EPS

Jede Hochschuleinrichtung, die am EU-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport 2014-2020 (hiernach "das Programm" genannt") teilnehmen und/oder sich darum bewerben möchte, muss über eine gültige Erasmus Charta für die Hochschulbildung (ECHE) verfügen. Die ECHE wurde von der Europäischen Kommission vergeben. Sie beweist, dass eine Hochschule alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Teilnahme am Erasmus+ Programm erfüllt. Gemäß den Vorgaben der Europäischen Kommission ist sowohl die ECHE als auch das European Policy Statement (EPS) auf den Internetseiten der Hochschule zu veröffentlichen.

 

1.2 Haftungsklausel

"Dieses Projekt wurde mit Unterstützung der Europäischen Kommission finanziert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung trägt allein der Verfasser; die Kommission haftet nicht für die weitere Verwendung der darin enthaltenen Angaben."

Weitergehende Information und Beratung zu den Erasmus+ Mobilitätsmaßnahmen erhalten Sie beim

Deutschen Akademischen Austauschdienst
Nationale Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit
Kennedyallee 50, 
53155 Bonn

Tel.: +49 228 882-8877
Fax: +49 228 882-555 
E-Mail: erasmus(at)daad.de
 

www.eu.daad.de

 

2. Finanzierung

2.1 Fördersätze SM

Die finanzielle Förderung von Erasmus+ Aufenthalten von Studierenden orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern ("Programmländer").

Ab dem Projektjahr 2014 gelten europaweit die folgenden Mindesthöhen für drei Ländergruppen für Studienaufenthalte (SMS):

  • Gruppe 1 (monatlich 250 Euro): Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden.
  • Gruppe 2 (monatlich 200 Euro): Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern.
  • Gruppe 3 (monatlich 150 Euro): Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn.

Erasmus+ Praktikanten erhalten monatlich mindestens 100 Euro zusätzlich, also 350 Euro in der Gruppe 1, 300 Euro in der Gruppe 2 und 250 Euro in der Gruppe 3.

 

2.2 Fördersätze ST

Die finanzielle Förderung von Erasmus-Mobilitäten zu Unterrichtszwecken oder zur Fort- und Weiterbildung orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern ("Programmländer"). Es gelten einheitliche Tagessätze für die Förderung durch deutsche Hochschulen.

Seit dem Projektjahr 2014 gelten für Deutschland folgende feste Tagessätze für vier Ländergruppen bis zum 14. Aufenthaltstag, vom 15. bis 60. Aufenthaltstag beträgt die Förderung 70 % der genannten Tagessätze:

  • Gruppe 1: 160 Euro am Tag für Dänemark, Großbritannien, Irland, Niederlande, Schweden
  • Gruppe 2: 140 Euro am Tag für Belgien, Bulgarien, Finnland, Frankreich, Griechenland, Island, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn, Zypern
  • Gruppe 3: 120 Euro am Tag für Deutschland (Incomer), Litauen, Malta, ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien, Portugal, Slowakei, Spanien
  • Gruppe 4: 100 Euro am Tag für Estland, Kroatien, Lettland, Slowenien

Zu diesen Tagessätzen kommen Fahrtkosten in Abhängigkeit von realen Distanzen zwischen Ausgangs- und Zielort der Mobilität, die europaweit einheitlich mit einem Berechnungsinstrument ermittelt werden. Erstattet werden, je Aufenthalt und in Abhängigkeit von der Distanz, folgende Beträge:

  • 100 km - 499 km mit 180 EUR
  • 500 km - 1.999 km mit 275 EUR
  • 2.000 km - 2.999 km mit 360 EUR
  • 3.000 km - 3.999 km mit 530 EUR
  • 4.000 km - 7.999 km mit 820 EUR
  • 8.000 km und mehr mit 1.100 EUR

 

3. Outgoing SM

3.1 SMS

Studierende können mit Erasmus+ nach Abschluss des ersten Studienjahres an einer europäischen Hochschule in einem anderen Teilnehmerland studieren, um dort ihre sozialen und kulturellen Kompetenzen zu erweitern und ihre Berufsaussichten zu verbessern. Sie lernen dabei das akademische System einer ausländischen Hochschule ebenso kennen wie deren Lehr- und Lernmethoden. Die Aufenthalte werden in allen Programmländern gefördert.

Vorteile eines Studiums im Ausland:

  • akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen
  • Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule
  • Förderung auslandsbedingter Mehrkosten
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Kindern
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

Erasmus+ Neuerungen seit dem Projektjahr 2014:

  • Studierende können in jedem Studienzyklus (Bachelor, Master, Doktorat) mehrfach gefördert werden.
  • Je Studienzyklus können zwölf Monate gefördert werden.
  • In einzügigen Studiengängen (Staatsexamen, Diplom usw.) können 24 Monate gefördert werden.
  • Praktika können ab zwei Monaten (bislang drei Monate) während und nach Abschluss des Studiums gefördert werden.
  • Studierende, die ihr gesamtes Masterstudium im europäischen Ausland absolvieren wollen, können dies mit einem zinsgünstigen Bankdarlehen tun.

Mit Erasmus+ können Studierende während jeder Studienphase Aufenthalte in den Programmländern im europäischen Ausland absolvieren:

  • Je bis zu zwölf Monate im Bachelor, Master, Doktorat bzw. 24 Monate für einzügige Studiengänge (Staatsexamen etc.).
  • Studienaufenthalte im europäischen Ausland von je 3-12 Monaten Länge (auch mehrfach).
  • Praktika im europäischen Ausland von je 2-12 Monaten Länge (auch mehrfach).
  • Praktika innerhalb eines Jahres nach Abschluss einer Studienphase (Graduiertenpraktika), falls die Bewerbung innerhalb des letzten Jahres der Studienphase erfolgt ist.

Voraussetzungen für ein Erasmus-Auslandsstudium:

  • reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • Abschluss des ersten Studienjahres
  • Studienaufenthalt an einer Partnerhochschule, mit der die Heimathochschule eine Erasmus-Kooperationsvereinbarung (inter-institutional agreement) abgeschlossen hat
  • Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus Universitätscharta (ECHE)

 

3.2 SMP

Studierende können mit Erasmus Praktika in Unternehmen oder Organisationen im europäischen Ausland absolvieren. Die Aufenthalte werden in allen Programmländern gefördert.

Vorteile eines Erasmus-Praktikums im Ausland:

  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, Unternehmen und Studierendem
  • akademische Anerkennung des Praktikums
  • Begleitung während des Praktikums durch je einen Ansprechpartner an der Heimathochschule und im Unternehmen
  • Förderung auslandsbedingter Mehrkosten
  • Unterstützung bei der Vorbereitung (kulturell, sprachlich, organisatorisch)
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit Behinderung

Voraussetzungen für ein Erasmus-Auslandspraktikum:

  • reguläre Immatrikulation an einer deutschen Hochschule
  • Heimat- und Gasthochschule besitzen eine gültige Erasmus Universitätscharta (ECHE)
  • nicht förderbar sind Praktika in europäischen Institutionen bzw. Organisationen, nationalen diplomatischen Vertretungen sowie Organisationen, die EU-Programme verwalten

 

3.3 Auswahlkriterien

Die Ausschreibung für die Erasmus+-Mobilitäten erfolgt per Email, Aushang und im Newsletter. Interessierte Studierende reichen folgende Bewerbungsunterlagen ein:

  • Anschreiben, inkl. Motivation (1 Seite in Englisch),
  • Lebenslauf,
  • Immatrikulationsbescheinigung.

Sollten mehr Bewerbungen eingehen als Stipendien verfügbar sind, trifft das International Office zusammen mit dem Studienservice eine Auswahl nach folgenden Kriterien:

  • Motivationsschreiben,
  • Akademische Leistungen des Bewerbers,
  • soziales Engagement des Bewerbers.

 

3.4 Verpflichtende Sprachtests 

Die Europäische Kommission hat einen Online-Sprachtest für die fünf großen Sprachen (DE, EN, ES, FR, IT, NL) zur Verfügung gestellt. Dieser ist für alle Studierenden/Graduierten sowohl nach der Auswahl/vor Beginn der Mobilität als auch nach Beendigung des Aufenthalts verpflichtend in der Arbeitssprache zu absolvieren. Er ist jedoch kein Auswahlkriterium für die Förderung im Programm Erasmus+ und gilt nicht für Muttersprachler. Die Durchführung des Sprachtests soll nach Auswahl der in Erasmus+ zu fördernden Teilnehmer als Einstufungstest zur Dokumentation ihres aktuellen Sprachstandes dienen. Er sollte sowohl vor deren Auslandsaufenthalt als auch am Ende des jeweiligen Auslandsaufenthalts stattfinden, um miteinander vergleichbare Ergebnisse zu erhalten und ggf. erzielte Fortschritte der geförderten Teilnehmer beim Spracherwerb erfassen zu können.

Die systematische, europaweit flächendeckende Überprüfung der Entwicklung der individuellen Sprachkompetenz ermöglicht eine Evaluierung der Wirksamkeit von Erasmus+.

Zwischen Partnerhochschulen/-einrichtungen in inter-institutional agreement (IIA) und Learning Agreement (LA) getroffene Vereinbarungen über bestimmte Sprachlevel sind somit nicht mit Online-Test zu belegen/zu verwechseln. Diese Sprachkompetenzen müssen bei der Auswahl der Teilnehmer durch andere Nachweise abgesichert werden.

 

3.5 Erasmus+ Studentencharta

Die Pflichten und Rechte der Studierenden im Erasmus+ Programm sind in der "Erasmus+ Studentencharta" geregelt, die jedem Studierenden vor Beginn des Auslandsaufenthalts auszuhändigen ist.

 

3.6 Sonderförderung

Erasmus+ soll die Chancengleichheit und Inklusion fördern, aus diesem Grund wird Lernenden aus benachteiligten Verhältnissen (dies gilt in Deutschland im Programm Erasmus+ für während des Auslandsstudiums im Ausland Alleinerziehende) und mit besonderen Bedürfnissen der Zugang zum Programm erleichtert.

Sonderförderung von Teilnehmern mit Behinderung:

Nützliche Informationen zu behindertengerechten Hochschulen sind auf den Webseiten der European Agency for Development in Special Needs Education erhältlich.

Sonderförderung von Studierenden mit Kind als Pauschale (nur SMS):

Studierende, die ihr Kind/ihre Kinder mit zum Erasmus+ Studienaufenthalt in ein Programmland nehmen und dort während der Erasmus+ Mobilität alleinerziehend sind, können Sondermittel als Pauschale erhalten. Die maximale monatliche Förderhöhe wird vorgegeben durch die drei Ländergruppen.

 

3.7 Berichtspflicht

Alle Geförderte, die an einer Erasmus+ Mobilitätsmaßnahme teilgenommen haben, sind verpflichtet, nach Abschluss der Maßnahme einen Bericht über das Mobility Tool Plus zu erstellen und zusammen mit entsprechenden Nachweisen (z.B. zur Aufenthaltsdauer) einzureichen.

 

4. Personalmobilität ST

4.1 Mobilität zu Unterrichtszwecken/ Lehrendenmobilität (STA)

Erasmus+ fördert Gastdozenturen an europäischen Partnerhochschulen, die eine gültige Erasmus Charta für Hochschulen (ECHE) besitzen. Gastdozenten sollen durch ihren Aufenthalt die europäische Dimension der Karlshochschule stärken, das Lehrangebot ergänzen und ihr Fachwissen Studierenden vermitteln, die nicht im Ausland studieren wollen oder können.

Nach Möglichkeit sollte dabei die Entwicklung gemeinsamer Studienprogramme der Partnerhochschulen ebenso wie der Austausch von Lehrinhalten und -methoden eine Rolle spielen. Auch Personal aus ausländischen Unternehmen und Organisationen kann zu Lehrzwecken an die Karlshochschule eingeladen werden.

Personalmobilität muss in einem Programmland stattfinden, welches nicht das Land der entsendenden Hochschule (ausgenommen Incoming-Mobilität) und nicht das Hauptwohnsitzland der betreffenden Person ist.

Zu Lehrzwecken darf Hochschulpersonal einer deutschen Hochschule mit ECHE an eine aufnehmende Hochschule mit ECHE gefördert (Outgoing-Mobilität) werden sowie Personal einer sonstigen in einem anderen Programmland ansässigen Einrichtung (Incoming-Mobilität), die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig ist zu Lehrzwecken an eine deutsche Hochschule mit ECHE.

Lehraufenthalte innerhalb Europas dauern zwischen zwei Tagen und zwei Monaten (jeweils ohne Reisezeiten); das Unterrichtspensum liegt bei mindestens acht Stunden je Aufenthalt bzw. je angefangene Woche.

Folgender Personenkreis kann gefördert werden:

  • Professoren und Dozenten mit vertraglichem Verhältnis zur Hochschule
  • Dozenten ohne Dotierung
  • Lehrbeauftrage mit Werkverträgen
  • Emeritierte Professoren und pensionierte Lehrende
  • Wissenschaftliche Mitarbeiter
  • Unternehmenspersonal

 

4.2 Mobilität zu Fort- und Weiterbildungszwecken (STT)

Erasmus+ ermöglicht Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen von Hochschulpersonal in Programmländern zum Ausbau der Internationalisierung.

Zu Fort- und Weiterbildungszwecken darf Personal der Karlshochschule an eine aufnehmende Hochschule mit ECHE oder eine sonstige in einem anderen Programmland ansässige Einrichtung, die auf dem Arbeitsmarkt oder in den Bereichen allgemeiner und beruflicher Bildung oder Jugend tätig ist, gefördert werden.

Die Auslandsaufenthalte dauern mindestens zwei Tage und höchstens zwei Monate.

Mit STT kann Hochschulpersonal aus allen Bereichen gefördert werden, z.B.:

  • Allgemeine & technische Verwaltung
  • Bibliothek
  • Fakultäten
  • Finanzen
  • International Office
  • Öffentlichkeitsarbeit
  • Studierendenberatung
  • Technologie & Transfer
  • Weiterbildung

Weiterbildungsformate (Beispiele):

  • Hospitationen
  • Job Shadowing
  • Studienbesuche
  • Teilnahme an Workshops und Seminaren
  • Teilnahme an Sprachkursen

Vorteile eines Erasmus+ Aufenthaltes:

  • Aufenthalt auf der Basis eines abgestimmten Programms
  • Fachlicher Austausch und neue Perspektiven
  • Stärkung der eigenen Kompetenzen
  • Ausbau und Vertiefung von Netzwerk

Erasmus+

Erasmus+

Stipendiengeber

Deutscher Akademischer Austauschdienst

PROMOS Stipendium

Studierende, die ein Auslandssemester an einer außer-europäischen Partnerhochschule und/oder ein Praktikum im außer-europäischen Raum absolvieren, können sich für ein PROMOS-Stipendium bewerben. Der Karlshochschule International University stehen im Rahmen des BMBF/DAAD-geförderten PROMOS-Stipendienprogramms zunächst bis zum 31. Dezember 2016 Mittel zur Verfügung. Die Stipendien umfassen in der Regel eine monatliche Stipendienrate oder einen Fahrtkostenzuschuss.

Bewerben können sich regulär eingeschriebene Studierende der Karlshochschule International University. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt auf Basis der akademischen Leistungen, Kenntnisse der Unterrichtssprache an der Gasthochschule, Motivation, soziale und interkulturelle Kompetenz sowie hochschulinternes und -externes Engagement. Erfolgreiche Kandidaten werden zu einem eintägigen Assessment Center eingeladen, in dem die sozialen und interkulturellen Kompetenzen demonstriert werden können. Interessierte Studierende beachten bitte die Bewerbungsfristen und Aushänge des International Offices.

Hinweis für Empfänger von BAFöG bzw. anderen Stipendien:

Leistungsbezogene Stipendien wie PROMOS bleiben bis zu einem Betrag von 300 Euro anrechnungsfrei, der darüber hinaus gehende Teil wird auf den BAföG-Anspruch angerechnet. Das Deutschlandstipendium und die PROMOS-Förderungen können uneingeschränkt gleichzeitig bezogen werden. Bei Stipendien anderer Stipendienträger ist eine Kombination von Stipendien aus privaten Mitteln mit PROMOS-Stipendien grundsätzlich uneingeschränkt möglich. Stipendien aus öffentlichen Mittel von Geldgebern bzw. Fördereinrichtungen aus Deutschland dürfen nicht den selben Förderzweck (Auslandssemester) verfolgen. Zudem muss eine mögliche PROMOS-Förderung auch bei den anderen Stipendienträgern angeben werden.

Stipendiengeber

Deutscher Akademischer Austauschdienst

Stipendiengeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Baden-Württemberg-Stipendium

Ziel des Baden-Württemberg-Stipendiums für Studierende ist es, den internationalen Austausch von hochqualifizierten deutschen und ausländischen Studierenden zu fördern. Die Bindungen zwischen den Hochschulen des Landes Baden-Württemberg und ihren ausländischen Partnern sollen nach dem Prinzip der Gegenseitigkeit entwickelt und gefestigt werden.

Das Baden-Württemberg-Stipendium trägt damit zur globalen Vernetzung der mit Baden-Württemberg verbundenen Menschen bei.

Der kontinuierliche Ausbau dieses Netzwerkes wird unterstützt durch die Regional Chapters und den Verein der Stipendiaten und Freunde des Baden-Württemberg-Stipendiums.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bw-stipendium.de

Zielgruppen sind Studierende der Karlshochschule International University, die sehr gute Leistungen vorweisen können und durch einen Studienaufenthalt an einer Nicht-Erasmus-Partnerhochschule ihre fachliche und interkulturelle Kompetenz erweitern wollen. Aus dem Ausland kommen sehr gute Studierende ausländischer Nicht-Erasmus-Partnerhochschulen in Frage, die einen Studienabschnitt an der Karlshochschule International  University absolvieren wollen.

Für das Wintersemester 2015/16 konnten wir zwei Stipendien in Höhe von je 1.680 Euro an Studierende der Karlshochschule vergeben. Die nächste Ausschreibung erfolgt im März 2016. Die Auswahl der Stipendiaten erfolgt auf Basis der akademischen Leistungen, Kenntnisse der Unterrichtssprache an der Gasthochschule, Motivation, soziale und interkulturelle Kompetenz sowie hochschulinternes und -externes Engagement. Erfolgreiche Kandidaten werden zu einem Assessment Center eingeladen, in dem die sozialen und interkulturellen Kompetenzen demonstriert werden können. Interessierte Studierende beachten bitte die Bewerbungsfristen und Aushänge des International Offices.

Hinweis für Empfänger von BAFöG:

Leistungsbezogene Stipendien wie PROMOS bleiben bis zu einem Betrag von 300 Euro anrechnungsfrei, der darüber hinaus gehende Teil wird auf den BAföG-Anspruch angerechnet.

Stipendiengeber

Baden-Württemberg-Stipendium

Auslands-BAFöG

Eine Kurzübersicht zum Auslands-BAföG finden Sie in dem Flyer der Studentenwerke "Mit BAföG ins Ausland". Für die BAföG-Auslandsförderung sind besondere Ämter für Ausbildungsförderung zuständig. Seit dem 1.1.2008 ist innerhalb der EU-Mitgliedstaaten und der Schweiz das gesamte Studium einschließlich Studienabschluss förderungsfähig. Außerhalb der EU kann die Ausbildung nach einer einjährigen Startphase im Inland zunächst bis zu einem Jahr, insgesamt bis zu fünf Semestern gefördert werden. In der Regel zählt dann maximal ein Jahr Auslandsausbildung bei der BAföG-Förderungshöchstdauer nicht mit.

Zusätzlich zum Bedarf werden bei einem Auslandsaufenthalt folgende Kosten zur Hälfte als Zuschuss und zur anderen Hälfte als zinsloses Darlehen geleistet:

  • Auslandszuschläge als Kaufkraftausgleich (nur außerhalb der EU und der Schweiz)
  • Auslandskrankenversicherung
  • Reisekosten innerhalb Europas für eine Hin- und Rückfahrt jeweils pauschal 250 Euro
  • Reisekosten außerhalb Europas für eine Hin- und Rückfahrt jeweils pauschal 500 Euro

Für nachweisbar notwendige Studiengebühren an der ausländischen Hochschule können Sie zusätzlich für maximal ein Jahr bis zu 4.600 Euro/Jahr als Zuschuss erhalten. Weitere Informationen erhalten Sie unter:

Weitere Stipendien und Förderprogramme des DAAD

Die größten und umfangreichsten Stipendien- und Förderprogramme für deutsche Studierende bietet der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), vor allem aus finanziellen Zuwendungen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BBF). Je nach Förderungsziel und Programmart werden Teil- oder Vollstipendien vergeben, deren monatliche Rate sich in der Höhe an länderspezifischen Kriterien orientiert ist.

Bei Stipendien für kürzere Auslandsaufenthalte in strukturierten Programmen erfolgt die Bewerbung über die Karlshochschule (PROMOS Stipendium, GO EAST Stipendium). Falls Sie sich für ein Jahresstipendium oder ein anderes regional- oder fachspezifisches Stipendium interessieren, ist die Bewerbung direkt an den DAAD zu richten.

Informationen zu den Stipendien und Förderprogrammen des DAAD erhalten Sie hier

Beispiele der Individualstipendien für Studierende im Erststudium:

  • Jahresstipendien für Studierende aller wissenschaftlichernFächer
  • Kombinierte Studien- und Praxissemester im Ausland für Studierende und Masterstudierende
  • Kurzstipendien für Praktika im Ausland
  • Fahrtkostenzuschüsse für Auslandspraktika
  • Carlo-Schmid-Programm: Praktika in Internationalen Organisationen

Beispiele der Individualstipendien für Graduierte:

  • Jahresstipendien für Graduierte und Promovierte aller Fächer
  • Kombinierte Studien- und Praxissemester im Ausland für Masterstudierende
  • Carlo-Schmid-Programm: Praktika in Internationalen Organisationen
  • Sprache und Praxis in Japan/China

Stipendiengeber

Deutscher Akademischer Austauschdienst

Stipendiengeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Auslandsstipendien anderer Organisationen und Institutionen

Stiftungen finanzieren Auslandsaufenthalte während des Studiums, setzen jedoch häufig eine Aufnahme in die Förderung zu einem früheren Zeitpunkt voraus. Beispiele hierfür sind die Alexander von Humboldt Stiftung, die Robert Bosch Stiftung GmbH, Studienstiftung des deutschen Volkes und parteinahe Stiftungen. Bei der Suche nach geeigneten Stiftungen sollten Sie bei den Datenbanken des Bundesverbands deutscher Stiftungen sowie der Begabtenförderung im Hochschulbereich beginnen.

Zahlreiche externe Organisationen bieten leistungsorientierte Voll- oder Teilstipendien für Auslandsaufenthalte. Eine Auswahl dieser Organisationen:

Bildungskredit

Eine weitere Möglichkeit zur Finanzierung des Auslandsaufenthaltes bietet der zinsgünstige Bildungskredit an. Antragsberechtigt sind alle deutschen Studierenden, weitere Informationen dazu erhalten Sie auf den Seiten des  Bundesverwaltungsamtes. Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat verschiedene Kreditanbieter genauer untersucht.

Die Deutsche Bildung AG hat gemeinsam mit der führenden deutschen Studienplatzvermittlung IEC Online GmbH eine spezielle Studienförderung für das Auslandssemester entwickelt. Studenten aller Fachrichtungen können extra für ihren internationalen Studienaufenthalt eine Finanzierung in Höhe bis zu 25.000 Euro beantragen. Die Mindestsumme beträgt 3.500 Euro. Die Rückzahlung wird abhängig von künftigen persönlichen Einkommen gestaltet. Weitere Informationen finden Sie hier.