AFS Interkulturelle Begegnungen e.V.

Die drei Buchstaben AFS stehen für die lange Geschichte des „American Field Service“ – einer Organisation, die als freiwilliger Sanitätsdienst während der Weltkriege entstand. Innerhalb von 70 Jahren hat sich AFS zum größten Anbieter von Austauschprogrammen weltweit entwickelt. Das Ziel der Organisation ist seit ihrer Gründung im Jahr 1948 das gleiche geblieben: jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, andere Kulturen kennen zu lernen und so Toleranz zu fördern. Bei dieser Zielsetzung hat AFS in der Karlshochschule einen starken Partner gefunden. Zwischen dem AFS und der Karlshochschule gibt es vielfältige Verknüpfungen und die Kooperation hat eine langjährige Tradition - eine Reihe von Professor*innen, Mitarbeiter*innen und Studierenden sind im AFS engagiert oder waren Teilnehmer*innen von AFS-Programmen. In die Didaktik der Karlshochschule sind vielfältige Ansätze von interkulturellen Trainings- und Ausbildungsmethoden des AFS eingegangen. Der AFS und die Karlshochschule veranstalten jährlich gemeinsam die Intercultural Summer Academy an der junge Menschen aus aller Welt zusammen lernen und an Inhalten zu den Themen Interkulturelles Management und Kommunikation arbeiten.

Die Karlshochschule ist sehr daran interessiert, Teilnehmer*innen von AFS-Programmen und AFS-Aktive zu fördern und ihnen ein Studium zu bieten, in dem sie ihre interkulturellen Kompetenzen weiter vertiefen können. Jedes Jahr bietet AFS Interkulturelle Begegnungen in Kooperation mit der Karlshochschulstiftung ein Vollstipendium an der Karls für AFS Rückkehrer*innen an, mit dem junge Menschen, die sich für interkulturellen Austausch und Diversität einsetzen, besonders gefördert werden sollen.

AFS USA 18+

Die Kooperation mit AFS USA ist aus der Kooperation mit AFS Interkulturelle Begegnungen hervorgegangen. Das mit AFS USA assozierte Programm bietet interkulturelle Fortbildungsmöglichkeiten für junge Erwachsene mit dem Ziel, durch interkulturelle Verständigung eine gerechtere und friedlichere Welt zu schaffen. Durch diese Kooperation wird es jungen Amerikanern erleichtert, ein Studium in Deutschland aufzunehmen, u.a. durch die Bereitstellung von Teilstipendien an der Karlshochschule. Im Moment setzen die Karlshochschule und AFS USA 18+ ein neues gemeinsames Programm auf, das sich an junge, ambitionierte, first-generation Amerikaner mit Migrationshintergrund richtet, die sich ein Studium aus eigenen Mitteln nicht leisten können. Dadurch möchten wir Chancen stiften in einem politischen Klima, in dem die Zukunftsmöglichkeiten von jungen Menschen mit Migrationshintergrund von Herausforderungen geprägt zu sein scheinen.

Weitere Infos zum Stipendium AFS USA 18+

Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) e.V.

Der Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder (VCP) e.V. ist der größte evangelische Pfadfinder*innenverband Deutschlands. Bei den Pfadfinder*innen des VCP sind jedoch die verschiedensten Glaubensrichtungen, Überzeugungen und Konfessionen vertreten und willkommen.

Die Pfadfinder*innenbewegung und die Karlshochschule teilen einen gemeinsamen ethischen Horizont der sozialen und ökologischen Nachhaltigkeit und der Freude an interkulturellem Austausch. Am besten werden diese ausgedrückt durch das bekannte Zitat des Gründers der Pfadfinderbewegung, Lord Robert Baden-Powell: „Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen als Ihr sie vorgefunden habt“. Gemeinsam wollen die Karlshochschule und der VCP für die Werte der Toleranz und interkulturellen Verständigung, der Erhaltung des Lebensraums Erde und der wirtschaftlichen Fairness eintreten. Darüber hinaus verbindet das Wissen, dass Lernen am besten gelingt durch eigene Erfahrung und persönliche Entwicklung durch Verantwortung geschieht. Die Kooperation zwischen der Karlshochschule und dem VCP ist noch jung, aber aus ihr ist bereits eine Gruppe von engagierten Pfadfinder*innen hervorgegangen, die ihr Studium im Wintersemester 2019/2020 anfangen werden. Die Karlshochschule hat die Vision, eine Pfadfinder*innen – Hochschule zu werden und ist offen für Pfadfinder*innen, unabhängig von Verbandszugehörigkeit oder Konfession.

Um diese Werte in der Gesellschaft zu stärken, fördern wir gemeinsam mit den VCP jährlich eine herausragende Pfadfinder*in mit einem Stipendium an der Karls.

Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.

Die Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V. kurz „Freunde“ setzen sich für die Förderung der Waldorfpädagogik weltweit ein. Hunderte waldorfpädagogische Projekte werden jährlich unterstützt – nicht nur finanziell, sondern auch personell. Durch ihr Karlsruher Büro entsenden die Freunde pro Jahr ca. 1600 junge Menschen aus Deutschland in Projekte weltweit, im Inland über die Programme Bundesfreiwilligendienst (BFD), sowie das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und empfangen durch ihr „incoming-Programm“ auch ca. 200 internationale Freiwillige in waldorfpädagogische Einrichtungen in Deutschland. Daneben leisten sie durch ihr „Notfallpädagogik-Programm“ pädagogische Nothilfe für Kinder in Krisengebieten.

Die Karlshochschule und die Freunde verbinden bildungspädagogische und weltanschauliche Ansätze. Die freiheitlich verfassten Waldorfschulen legen viel Wert auf bildhaften, anschaulichen Unterricht und eine Pädagogik der Förderung, die das Individuum und seine jeweils eigene Entwicklung in den Mittelpunkt stellt. Auch die Karlshochschule fördert Formen der Lehre, in der sich Lehrende und Studierende auf Augenhöhe begegnen und gemeinsam in den Dialog treten. Durch das offene und kommunikative Lehrkonzept können sich Studierende in ihrer Individualität optimal einbringen und ihre sozialen Kompetenzen stärken und entwickeln. Die Freunde und die Karlshochschule haben ein gemeinsames Interesse an der Förderung der individuellen Entwicklung junger Menschen zu verantwortungsvollen Weltbürgern.

Auch in dieser Kooperation setzen wir gemeinsam mit den Freunden ein Zeichen, indem wir junge Menschen, die sich in ihrem späteren Berufsleben für diese Werte einsetzen möchten und in einem Freiwilligenjahr dieses Engagement bereits unter Beweis gestellt haben, mit einem Stipendium fördern.

Weitere Infos zum Freunde-Stipendium 

Sean Kress, Alumnus Intercultural Management

„Die Karlshochschule ist für mich eine Hochschule, an der die individuelle Entwicklung der Studenten im Vordergrund steht. Durch die kleinen Lerngruppen und die Nähe zwischen Studierenden und Lehrenden entsteht ein Umfeld, in dem man als Person wahrgenommen wird. Neben seiner Internationalität und seinem akademischen Anspruch ist das Studium an der Karls sehr praxisbezogen - hier entdecke ich viele Parallelen zur anthroposophischen Philosophie! Die Kooperation zwischen den Freunden und der Karls hat mich dazu veranlasst, Leiter eines Engagementkollegs der Freunde zu werden. Im Gegenzug denke ich, dass die Karls ein geeigneter Ort ist für alle Querdenker und Engagierten sowie für alle ehemaligen Freiwilligen der Freunde!“

Jugendpresse Deutschland e.V.

Die Jugendpresse Deutschland ist ein Verband für junge Medienmachende. Sie unterstützt junge Menschen dabei, das journalistische Handwerk schon zu Schulzeiten zu erlernen und zu professionalisieren. Dies geschieht z.B. durch die Unterstützung bei der Redaktion von Schülerzeitungen, durch die Ausgabe des Jugendpresseausweises und durch verschiedene andere Workshops und Seminare, wie die Mobile Medienakademie. Gleichzeitig bildet die Jugendpresse Deutschland auch junge Trainer*innen aus, die andere medienbegeisterte Jugendliche anleiten und unterstützen.

Die Karlshochschule bietet in mehreren Bachelor-Studiengängen Grundlagen, die für die Arbeit im journalistischen Bereich vorbereiten. Wir möchten junge Menschen ermutigen, durch Berichterstattung in traditionellen und neuen Medien gesellschaftliche Transformationen zu begleiten, unterstützen oder kritisch zu hinterfragen. Die Kooperation mit der Jugendpresse verfolgt das Ziel, den Verein durch akademisches Know-How im Bereich Medien und Kommunikation zu unterstützen. Durch das Jugendpresse-Stipendium bekommen junge engagierte Medienmachende die Möglichkeit, an der Karlshochschule ein Bachelor-Studium absolvieren zu können: entweder im Bachelorstudiengang Management mit Spezialisierung Media Communication, im Studiengang Politics, Philosophy and Economics, oder auch im Studiengang Citizenship and Civic Engagement.

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Landesschülerbeirat Baden-Württemberg

Der Landesschülerbeirat (LSBR) ist die demokratisch gewählte Vertretung aller Schüler*innen und Schularten in Baden-Württemberg. In ihm sind zumeist (aber nicht ausschließlich) Klassen- und Schülersprecher*innen tätig. Der Landesschülerbeirat ist dem Ministerium für Kultur, Jugend und Sport zugeordnet und wirkt als offizielles Beratungsgremium. Er wird für wichtige, das Schulwesen betreffende Gesetze und Angelegenheiten gehört. Der Landesschülerbeirat begleitet die landesweite SMV-Arbeit und unterstützt Partizipation und Engagement von Schüler*innen durch Workshops, Seminare und die Organisation von landesweiten Konferenzen. Die Karlshochschule sieht im Landesschülerbeirat einen wichtigen Akteur der Jugendarbeit, der demokratische Partizipation und bürgerschaftliches Engagement bei Jugendlichen in hohem Maße fördert und dessen Mitglieder eine außerordentlich hohe Professionalität, Leistungsbereitschaft und Hingabe zeigen, die Werte unsere Demokratie hochzuhalten. Kick-off der Kooperation mit dem Landesschülerbeirat war die Durchführung der „Change“ – Schülerklimakonferenz, die im Juli 2019 an der Karlshochschule stattfand und in Kooperation mit den Fridays for Future durchgeführt wurde. Während der Konferenz wurde ein offener Brief an alle Akteure aus dem schulischen Umfeld (Schüler, Lehrer, Eltern, Lehrerkollegium) erarbeitet, der Maßnahmen für mehr Klimaschutz in unterschiedlichen Themenfeldern vorschlägt und einfordert. Der Landesschülerbeirat und die Karlshochschule planen für die Zukunft weitere Formate, die Schüler*innen anregen, sich in den zivilgesellschaftlichen Dialog über wichtige Zeitfragen einzubringen. Die Karlshochschule und der LSBR möchten Schüler*innen, die sich durch außerordentliches Engagement in ihrem schulischen Umfeld hervortun, fördern und ihnen die Möglichkeit geben, ein Studium an der Karlshochschule zu absolvieren. Daher haben wir gemeinsam ein Stipendienprogramm für engagierte Schüler*innen auf den Weg gebracht.

Weitere Infos zum LSBR-Stipendium

Fridays for Future Karlsruhe

Die Bewegung der Fridays for Future ist ein erstaunliches Phänomen unserer Zeitgeschichte. Die Schülerbewegung hat es geschafft, innerhalb von kürzester Zeit (ein Jahr ist seit dem ersten Protest von Greta Thunberg vor dem schwedischen Parlament vergangen!) hunderttausende von jungen Menschen weltweit zu mobilisieren und gemeinsam hinter einem Ziel zu vereinen. Dies ist in der Geschichte einmalig und wenn überhaupt, mit den weltweiten Protesten gegen den Vietnam-Krieg und der damit verbundenen Hippie-Bewegung der 60er und 70er Jahren zu vergleichen. In weniger als einem Jahr entpuppt sich eine Generation, die allgemein als politisch lethargisch galt, als eine der politischsten der letzten Jahrzehnte. Die Karlshochschule sieht sich selbst als Hochschule, die nicht davor zurückschreckt, politisch Stellung zu nehmen. Wir solidarisieren uns mit und unterstützen Aktivist*innenbewegungen, die mit friedlichen Mitteln ihre Ziele zu erreichen suchen und dabei aufklären und politische Basisarbeit leisten. Gleichzeitig sehen wir in der Funktionsweise dieser grassroots-Bewegung, sowie in ihren Inhalten und Zielen die gesellschaftlichen und weltpolitischen Zusammenhänge berührt, die in Forschung und Lehre der Karlshochschule in ihrer Sozial- und Geisteswissenschaftlichen Fakultät in den Fokus genommen werden: die Motivationen, Funktionsweisen und den gesellschaftlichen Impact von bürgerschaftlichem Engagement; seine Auswirkungen auf die unterschiedlichen Ebenen von Politik und, auf Ebene der Weltpolitik, die Motivation und Wirkweise der Zusammenarbeit von Staaten in internationalen Organisationen. Aus diesen Gründen haben wir uns entschlossen, auf lokaler Ebene mit den Fridays for Future zusammenzuarbeiten. Die „Jugendklimatage Baden-Württemberg 2019“ waren unsere erste gemeinsame Aktion. Mittlerweile hat sich auch innerhalb der Hochschule eine Initiative gebildet, die das Engagement der Schüler*innen an unsere Hochschule bringt und sich für mehr Nachhaltigkeit im Hochschulalltag engagiert. Eine unserer internationalen Studentinnen, Helen Ramos aus Guatemala, war Repräsentantin ihres Landes beim ersten UN-Jugendklimagipfel in New York, der am 21. September 2019 stattfand. Für die Zukunft planen wir weitere gemeinsame Aktionen sowie inhaltliche Workshop-Angebote (im Themendreieck Civic Engagement – Politics – International Relations) und bieten den Fridays for Future und den mit ihnen assoziierten Gruppen (z.B. Scientists for Future / Parents for Future) jederzeit personelle, ideelle und materielle Unterstützung.