Karlshochschule stellt in Rekordzeit auf digitale Lehre um und begeistert damit die Studierenden

Einer besonderen Herausforderung stand die Verwaltung und das Professorenteam der Karlshochschule gegenüber. Was geht, wenn nichts mehr geht? Mit dem Herunterfahren des öffentlichen Lebens und der damit einhergehenden Kontaktsperre war der Unterricht in seiner gewohnten Form nicht mehr durchführbar. Der „Worst Case“ für die „Karls“, die noch vor kurzem von der Hochschulplattform Studycheck als eine der besten deutschen Hochschulen ausgezeichnet wurde. 

Umschalten vom Dauerlauf auf Sprint 

Von Vorteil war, dass die Hochschule schon seit geraumer Zeit die digitale Transformation vorangetrieben hatte. Grund hierfür war und ist vor allem die Tatsache, dass es eine große Anzahl internationaler Studierende gibt, für die damit ein erleichterter und nachhaltiger Zugang zu standardisierter guter Bildung geschaffen wird. 

„Auf unserem Weg in die digitale Zukunft wurden wir vom Corona Virus rechts überholt“ sagt Prof. Michael Zerr, Präsident der Karlshochschule. Um ergänzend anzumerken: 

„Wir haben den Transformationsprozess über Nacht auf einhundert Prozent hochgefahren. Jetzt sind wir nicht nur einsatzbereit, um die Corona-Krise zu meistern, sondern auch rundum fit für die digitale Zukunft der Lehre.“ 

Nachdem Ende Januar die ersten Corona-Fälle in München gemeldet wurden, hat sich an der Karlshochschule sofort eine Taskforce mit der technischen Umsetzung befasst, während eine zweite Gruppe sich um Online-Didaktik und die sinnvolle Umstellung aller Lehrangebote kümmerte. Dadurch war es möglich, das Sommersemester, das an der Karlshochschule bereits am 1. März begonnen hatte, nahtlos ab 16. März auf online-Betrieb umzustellen. 

Insgesamt werden 88 Lehrmodule angeboten. Hier treffen sich zu den bekannten Vorlesungszeiten die jeweiligen Studierende mit ihren Professor*Innen oder Dozent*Innen. Zum Einsatz kommt dabei eine didaktisch sinnvolle Kombination von live-Elementen (synchrone Lehre) und Selbststudium (asynchrone Lehre).

Die Didaktik wurde dabei den umfassenden Möglichkeiten der digitalen Umgebung angepasst. Dabei setzt die Karlshochschule auf eine Kombination von Online-Präsentationen, interaktiver Gruppenarbeit, elektronischen Whiteboards, Brainstorming, Videochat, Diskussionen, Quizzes und Gamification (spielerisches Lernen). Genutzt werden unter anderem die Teams-Software von Microsoft, die Platform Moodle und interaktive Tools, wie Padlet, Miro und Mentimeter. 

Angebot wird sehr gut angenommen 

Bei den Studenten kommt das neue Angebot hervorragend an. In der Regel nehmen 70 bis 100 Prozent das Angebot wahr. Aber auch seitens der Professor*Innen werden viele Vorteile gesehen, so Herr Prof. Dr. Stephan A. Jansen, Head of Center Philanthropy and Civil Society (PhiCS) Professur für Management, Innovation und Finance an der Karlshochschule: „Das ist intensiver als bisher: Alle pünktlich, stille Stars kommen in Chats vor, Modelle, Theorien, Studien können multimedial situativ eingebracht werden... Real time. Schneller als im Seminarraum. PowerPoint war gestern!“ 

Mittlerweile wurde die Karlshochschule von Chancen e.G. als einer von drei Vorreitern im Bereich digitaler Hochschulbildung ausgewählt. Die CHANCEN eG macht es sich seit ihrer Gründung 2016 zur Aufgabe, jungen Menschen unabhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten genau das Studium an einer nicht-staatlichen Hochschule zu ermöglichen, das sie sich wünschen. 

Die Karlshochschule ist nicht nur für die Zeit während der Corona-Pandemie gerüstet. Auch danach sollen die neuen Online-Angebote intensiv genutzt werden und als „flipped classroom“ und „blended Learning“ zu einer weiteren nachhaltigen Verbesserung der Lehre beitragen. „Alle loben das Krisen- bzw. Chancenmanagement der Karlshochschule sehr“, das bestätigt auch Mona Frühauf im Namen der Studierendenvertretung. 

So schwierig die Krise einerseits ist, ist sie andererseits auch ein enormer Innovationstreiber” sagt Michael Zerr und ergänzt: „Als internationale Universität sehen wir darin die Chance, Bildung grenzenlos anzubieten. Das entspricht unserem Leitbild in dem soziale Verantwortung eines der Leitmotive ist.“ 

Überzeugen Sie sich selbst über einige Methoden und Ansätze der Hochschule am 29. April 2020 ab 17 Uhr bei der Karls360° Experience, einem internationalen online Infotag für Interessenten der Bachelorstudiengänge. Ob Chat oder Livestream, eine direkte Interaktion mit Professor*Innen und Studierenden ermöglicht einen Einblick in das derzeitige Online Studium. 

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