Zivilgesellschaftliches Engagement und Hochschule: das SENSE-Projekt

Das SENSE-Projekt sensibilisiert unsere Studenten für die sozialen und ethischen Aspekte des wirtschaftlichen Handelns.

Das mit 1,5 Millionen vom Land Baden-Württemberg geförderte Projekt macht in einzigartiger Weise die sozialen und ethischen Dimensionen wirtschaftlichen Handelns erfahrbar und auf spätere Entscheidungssituationen übertragbar. SENSE – Center for Civic Engagement and Responsible Management Education soll durch praktische Ausbildungsmodule Studierenden ein „Lernen aus Erfahrung“ ermöglichen. Das SENSE Projekt ist ein weiterer Baustein, um die Vision der Karlshochschule und ihren Anspruch an Re-Thinking Management klarer herauszustellen. Das Projekt ist daher der Anschub für eine langfristige Umsetzung in der Karlshochschule.

Doch wie sieht das konkret aus?
 

Drei aufeinander aufbauende Bausteine und eine querschnittliche Komponente machen das Projekt aus:

  • Gemeinwohlorientierte Projekte in und um Karlsruhe

Durch die Arbeit an einer konkreten Aufgabenstellung in und mit sozialen Organisationen, Vereinen, Initiativen oder Sozialunternehmen lernen die Studierenden praktische, gemeinwohlorientierte Arbeit kennen. Sie schärfen dabei ihre Teamfähigkeiten, Lösungsorientierung und sozialen Kompetenzen. Sie gewinnen ein besseres Verständnis für soziale Zusammenhänge und reflektieren ihre eigene Rolle und ethische Fragen.

Dabei nehmen die Studierenden in Gruppen von 4-6 Personen wahlweise im 3. oder 4. Semester an einem gemeinwohlorientierten Projekt teil. Sie arbeiten über ein Semester an einer von der Partnerorganisation gestellten konkreten Aufgabe – die einen direkten oder indirekten Bezug zu Studieninhalten hat. Die Aufgabe kann sehr praktisch oder aber konzeptionell sein und sollte eine reale Problemstellung der Organisation sein, für die sie sich Unterstützung wünscht. Die Studierenden werden in Workshops und Trainings auf ihren Einsatz vorbereitet, bekommen begleitendes Coaching und nehmen anschließend an Reflektionsseminaren teil.

  • Internationale Projekte

Während oder nach ihrem Auslandssemester, je nach Studiengang also im 4. oder 5. Semester, haben die Studierenden die Möglichkeit an einem weiteren Projekt teilzunehmen: diesmal individuell und mit interkulturellem Aspekt. Hierbei werden sie durch eine digitale Lernplattform begleitet und nach Rückkehr findet eine Reflektion statt.

  • Schulprojekte

Im Rahmen der Transferwoche im 6. Semester haben die Studierenden die Möglichkeit noch einmal tiefer zu gehen: Lernen durch Lehren. In Zusammenarbeit mit Karlsruher Gymnasien geben sie ihre Erfahrungen und Wissen weiter und erarbeiten gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern Projekte. Dafür werden sie in einem Workshop zu Didaktik vorbereitet. Besonderer Fokus liegt auch hier auf der anschließenden Reflektion.

  • Digitales Lernen und Ethik

Als querschnittliche Begleitung zieht sich das Thema digitales Lernen und Ethik durch das Projekt und die Lernerfahrungen der Studierenden. Teile der begleitenden Veranstaltungen werden über eine digitale Lernplattform gestaltet. Zudem wird das Thema Digitalisierung und Ethik und bügerschaftliches Engagement reflektiert.


Zurzeit befindet sich das Projekt in der Konzeptionsphase und bereitet Pilotphasen für alle Komponenten vor.

Ansprechpartner

Maren Baisch
mbaisch@karlshochschule.de